Neu­lich war ich im Kaf­fee­haus Eber­stadt. Bis­lang hat­te ich nur davon gehört, nun war ich end­lich sel­ber ein­mal da. 

Das Café und die Bar im Her­zen von Darm­stadt-Eber­stadt hat eine lan­ge Geschich­te, und die Betrei­ber „haben es sich zur Auf­ga­be gemacht, den Charme und die Geschich­te die­ses wun­der­schö­nen Hau­ses aus der Grün­der­zeit wie­der auf­le­ben zu las­sen“ um, so heißt es auf der Web­sei­te wei­ter, „ihren Gäs­ten in die­sen ein­ma­li­gen Räum­lich­kei­ten eine Aus­zeit aus dem hek­ti­schen ‘Jetzt’ schen­ken zu kön­nen“.

Kein Wun­der also, dass man hier neben Kaf­fee und Long­drinks auch auf die Idee des Kar­ma trifft.

Karma – das spirituelle Konzept von Ursache und Wirkung

Kar­ma ist ein Begriff, der aus dem Sans­krit kommt, und er wird zumeist als Anhäu­fung von nega­ti­ven Umstän­den im Leben ver­stan­den. Die Men­ge die­ser nega­ti­ven Umstän­de ent­schei­det dann dar­über, als was man im nächs­ten Leben wie­der­ge­bo­ren wird.

Mieses Karma – viel Klamauk von David Safier

Die­se Vor­stel­lung vom Kar­ma ist mir vor eini­gen Jah­ren schon ein­mal begeg­net.

Ich befand mich auf einer Zug­spitz­wand­e­rung. Zur Wan­der­grup­pe gehör­te eine sehr ent­spann­te jun­ge Frau. Auf die Fra­ge, wie sie ste­tig in so einem relax­ten Zustand sein kön­ne, ant­wor­te­te sie: „ Wenn mir jemand schräg kommt, dann stel­le ich mir ein­fach vor, er wird im nächs­ten Leben zur Amei­se.“

Die Inspi­ra­ti­on hat­te sie aus dem Buch „Mie­ses Kar­ma“ von David Safier*.

Dar­in ver­liert eine Fern­seh­mo­de­ra­to­rin auf unge­wöhn­li­che Wei­se ihr Leben, wird zunächst als Amei­se wie­der­ge­bo­ren und „arbei­tet“ sich dann über ver­schie­de­ne Stu­fen der Reinkar­na­ti­ons­lei­ter wie­der ins Leben zurück.

Mieses Karma

Wie­der­ge­burt gefäl­lig?
Nichts hat sich Mode­ra­to­rin Kim Lan­ge mehr gewünscht als den deut­schen Fern­seh­preis. Nun hält sie ihn tri­um­phie­rend in den Hän­den. Scha­de eigent­lich, dass sie noch am sel­ben Abend von den Trüm­mern einer rus­si­schen Raum­sta­ti­on erschla­gen wird.
Im Jen­seits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mie­ses Kar­ma gesam­melt hat. Die Rech­nung folgt prompt. Kim fin­det sich in einem Erd­loch wie­der, mit sechs Bei­nen, Füh­lern und einem wirk­lich dicken Po: Sie ist eine Amei­se! Aber Kim hat wenig Lust, fort­an Kuchen­krü­mel durch die Gegend zu schlep­pen. Außer­dem kann sie nicht zulas­sen, dass ihr Mann sich mit einer Neu­en trös­tet. Was tun? Es gibt nur einen Aus­weg: Gutes Kar­ma muss her, damit es auf der Reinkar­na­ti­ons­lei­ter wie­der auf­wärts geht!

«Super­wit­zig und schräg!» (Bild)

«Eine irre Idee, gespickt mit kurio­sen Ein­fäl­len.» (Bri­git­te)

Die­se Geschich­te ist an sich ein gro­ßer Kla­mauk. Die Inter­pre­ta­ti­on mei­ner ehe­ma­li­gen Wan­der­kol­le­gin zeigt jedoch, welch Lebens­weis­heit dar­aus gewon­nen wer­den kann. Viel­leicht hilft das ja auch Dir dem­nächst, in einer stres­si­gen Begeg­nung ruhi­ger zu blei­ben. :)

Gutes Karma Food – Rezepte für ein besseres Ich von Sibylle Sturm

Doch zurück zum Kaf­fee­haus in Eber­stadt. Denn hier gibt es nicht nur Kaf­fee und ande­re Geträn­ke, son­dern auch beson­de­re Gerich­te aus aller Welt. 

Sibyl­le Sturm gestal­tet den lecke­ren Mit­tags­tisch mit. Sie ist Food-Blog­ge­rin und erfolg­rei­che Koch­buch­au­torin. Am bes­ten gefällt mir ihr Buch Gutes Kar­ma Food – Rezep­te für ein bes­se­res Ich*

Gutes Essen, gutes Leben, gutes Karma

- Natür­lich essen für einen gesün­de­ren, fit­te­ren Kör­per und einen wachen Geist
- Über 70 Rezep­te ohne tie­ri­sche Pro­duk­te, frei von Glu­ten, Soja, Weiß­mehl, Indus­trie­zu­cker und künst­li­chen Zusatz­stof­fen
- Eine prak­ti­sche Anlei­tung für ein acht­sa­mes Leben

Gutes Kar­ma? Ganz ein­fach! Natür­li­che Lebens­mit­tel ein­kau­fen, kei­ne Mahl­zeit aus­fal­len las­sen, Früh­stück auch für Früh­stücks­muf­fel, viiiiiel Trin­ken (und damit ist kein Alko­hol gemeint), gesun­de Koh­len­hy­dra­te, gesun­de Fet­te, pflanz­li­ches Eiweiß und vor allem: Sich Zeit neh­men für fri­sche Mahl­zei­ten, selbst kochen und glück­lich sein! Kar­ma Food kann all das und zeigt wie ein­fach es ist sich frisch, sai­so­nal, bio und sogar vegan zu ernäh­ren.
Und das kom­plett ohne Soja, Weiß­mehl und Glu­ten, Indus­trie­zu­cker und künst­li­che
Zusatz­stof­fen. Dabei die Welt ret­ten? Klar, das gehört für ein gutes Kar­ma dazu!
Wie sag­te schon Bud­dha:

Zwei Din­ge sollst du mei­den, oh Wan­de­rer:

die zweck­lo­sen Wün­sche und die über­trie­be­ne Kas­tei­ung des Lei­bes.“

Mit einer Gebrauchs­an­wei­sung für gutes Kar­ma!
Außer­dem Tipps zu Kräu­tern und ihrem Ein­satz, wich­ti­gen Lebens­mit­teln im Vor­rats­re­gal, Qua­li­tät von Lebens­mit­teln und einem klei­nen Küchenk­ar­ma. Wuss­ten Sie, dass sum­men Stress redu­ziert?!

Das Buch ist wun­der­schön gestal­tet und ent­hält neben vie­len tol­len Rezep­ten auch noch eini­ge gute Tipps, so z.B. die Gebrauchs­an­wei­sung für gutes Kar­ma, die Basics für das Vor­rats­re­gal, die 10 bes­ten Super­foods und auch 10 Acht­sam­keits­übun­gen für Zwi­schen­durch.

Sibyl­le Sturm zeigt also mehr als nur, wie ein­fach es ist, sich frisch, sai­so­nal, bio und sogar vegan zu ernäh­ren. Hin­ter Kar­ma Food steckt der Gedan­ke von Ursa­che und Wir­kung, von Akti­on und Fol­ge.

Unser Han­deln, so die kon­kre­te Über­set­zung des Wor­tes Kar­ma aus dem Sans­krit, hat eine Aus­wir­kung: Im Fall der Aus­wahl und der Zube­rei­tung unse­rer Lebens­mit­tel auf unse­ren Kör­per und unse­re Gesund­heit, aber auch auf die gan­ze Nah­rungs­mit­tel­in­dus­trie. 

Die Nach­fra­ge bestimmt das Ange­bot, und je umsich­ti­ger und bewuss­ter wir han­deln, des­to erfreu­li­cher die Kon­se­quenz. Wo und was kaufst Du also heu­te ein?

Tu Dir gut!

immer.überall.jetzt.

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